PM 06/20 Kreis Düren - Standort im Fokus 2019: Entwicklungen auf dem gewerblichen Grundstücks- und Immobilienmarkt

PM 06/20 Kreis Düren - Standort im Fokus 2019: Entwicklungen auf dem gewerblichen Grundstücks- und Immobilienmarkt

Größte Flächenveräußerung der vergangenen 10 Jahre


Kreis Düren/Region Aachen.
Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren und der neue Geschäftsführer der AGIT mbH, Sven Pennings, stellten heute den AGIT-Bericht „Kreis Düren - Standort im Fokus 2019“ der Öffentlichkeit vor. Er beleuchtet neben den Entwicklungen auf dem gewerblichen Grundstücks- und Immobilienmarkt erstmalig auch die regionalen Technologie- und Gründerzentren (TGZ).

Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die sofort verfügbaren Gewerbeflächen im Kreis Düren in den letzten vier Jahren fast halbiert haben. Dementsprechend wird empfohlen, die in den Flächennutzungsplänen der kreisangehörigen Kommunen als gewerbliche Flächenreserven dargestellten Bereiche möglichst zeitnah zur Marktreife zu bringen. Zudem sind mit der Möglichkeit neuer Flächenausweisungen im Zusammenhang mit dem Kohleausstieg die Voraussetzungen gegeben, potenziellen Investoren ein attraktives Standortangebot zu unterbreiten.

„Dem Ungleichgewicht zwischen der Nachfrage und dem quantitativen und qualitativen Angebot an Gewerbe- und Industrieflächen im Kreisgebiet kann durch diverse Ansätze der interkommunalen Kooperation (z. B. Campus Merscher Höhe, Campus Aldenhoven), aber auch durch die Aufwertung von Bestandsgewerbegebieten sowie Nachverdichtung und Revitalisierung von brachliegenden Flächen entgegengewirkt werden“, erklärte Pennings.

Laut Bericht werden zukünftig insbesondere autobahnnahe Standorte für größere Ansiedlungen von Unternehmen benötigt, welche der Kreis Düren durch seine Lagegunst mit der A4 und A44 durchaus bieten könnte. Dies zeigt sich auch durch die 10,2 Hektar große Flächenveräußerung im Gewerbe- und Industriegebiet Rurbenden / Talbenden (Niederzier) an den Sanitärfachgroßhändler „AMG Haustechnik KG“ im Jahr 2019, der größten Veräußerung im Kreisgebiet in der letzten Dekade. „Diese Ansiedlung zeigt, dass der Kreis Düren optimale Voraussetzungen für großflächige Ansiedlungen bereithält“, betont Spelthahn und fügt hinzu, „dass die durch die Ansiedlung entstehenden 300 Arbeitsplätze auch zu einem Gelingen des Strukturwandels beitragen werden“.

Technologie- und Gründerzentren gesondert beleuchtet

Für den aktuellen Bericht wurde erstmals ein gesonderter Blick auf die 13 TGZ der Region geworfen und eine Onlinebefragung unter den Zentrumsleiter*innen durchgeführt. Danach ist insbesondere für Start-ups ein spezielles, flexibles und kreatives Umfeld notwendig, welches beispielsweise durch sogenannte Co-Working- und Maker-Spaces geschaffen werden kann.  

Zukünftig werden Büros – auch durch die in Corona-Zeiten entstandene Homeoffice-Offensive – nicht automatisch an Bedeutung verlieren.

„Bewusste Entscheidungen für die Erledigung von Aufgaben im Büro werden demnächst regelmäßig aufs Neue getroffen“, erläuterte der AGIT-Geschäftsführer. „Büros werden weniger als persönlich zugeordnete Einzelarbeitsplätze zu sehen sein, sondern einerseits vielmehr als Kommunikations-, Kollaborations- und Begegnungsorte, deren wesentliches Ziel Zusammenarbeit, agiles und produktives Miteinander ist und anderseits als Raum für konzeptionelles und störungsfreies Arbeiten. Die Raumnutzungskonzepte der regionalen TGZ werden darauf reagieren müssen“, so Pennings abschließend.

Die TGZ haben die Aufgabe, technologieorientierte Unternehmensansiedlungen durch Beratungs- und Informationsleistungen sowie durch die Bereitstellung bedarfsgerechter Infrastruktur zu unterstützen.

Multifunktionales Standortinformationssystem gisTRA® modernisiert

Datengrundlage für den aktuellen Bericht bilden die parzellenscharfen, gewerblichen Flächendaten aus gisTRA®, welche durch die kommunalen Anwender kontinuierlich aktualisiert werden. Das im Jahr 2003 entwickelte Informationssystem erscheint nun in einem modernisierten Portaldesign und wurde für die Nutzung auf mobilen Endgeräten optimiert. Außerdem wurde die Nutzerfreundlichkeit erhöht, die Navigation übersichtlicher und die Bedienung intuitiver gestaltet.

Interessenten können die vollständige Publikation „Kreis Düren – Standort im Fokus“ bei der AGIT anfordern: per E-Mail an n.gastes@agit.de oder telefonisch unter 0241/963-1030.

Weitere Infos: www.gistra.de

Foto - Kreis Düren: Landrat Wolfgang Spelthahn (vorne, Mitte) nahm die Studie "Kreis Düren: Standort im Fokus 2019" von AGIT-Geschäftsführer Sven Pennings und im Beisein von Nicolas Gastes (AGIT), Peter Kaptain (Allgemeiner Vertreter des Landrats) und Walter Weinberger (Leiter Amt für Kreisentwicklung / v. l.) entgegen.


Ansprechpartner:
AGIT mbH
Nicolas Gastes, B. A.
Tel.: +49 (0)241/963-1030
E-Mail: n.gastes@agit.de
www.agit.de